Wednesday, May 4, 2016

Fotos von meiner Festplatte – Ein Insta-Trillium

Trillium (Trillium grandiflorum) in Michigan © Cornelia Schaible
Vor etwas mehr vier Jahren postete ich mein erstes Instagram-Foto, ein Trillium. Das fiel mir gestern wieder ein, als ich bei einem Spaziergang das erste voll erblühte Exemplar in Wohnungsnähe fand. Offenbar war die Frühjahrsblüte damals etwas zeitiger dran, denn das obenstehende Originalfoto knipste ich am 27. April 2012 mit meinem Fon. Ich hatte von Instagram gehört und fand die Idee verlockend, so ein Foto ohne viel Federlesens unter die Leute zu bringen. Und zwar nach Herzenlust gefiltert und womöglich mit Rähmchen versehen, was bei Stockfotos natürlich streng verboten ist. Die quadratischen Bildchen sind für mich inzwischen mehr als eine Spielerei; ich sehe es als eine Art persönliche Herausforderung an, mit beschränkten Möglichkeiten zu arbeiten und trotzdem ab und zu ein interessantes Ergebnis zu erzielen. Ich veröffentliche nicht sehr viel, aber es ist mir eigentlich nie langweilig geworden. Und bereits am vergangenen Wochenende habe ich – im wärmeren Grand Rapids – wieder einmal die ikonische dreizählige Blüte ins Bild gesetzt.

Thursday, December 10, 2015

#TIMEPOY

„Yasssss Mom!!!!!!! Merkel kween!“

So bejubelte die BLOGGERIN Joanna Rothkopf fürs „feministische US-Portal ,Jezebel‘“ (SPON) gestern die Meldung, dass die deutsche Kanzlerin vom US-Magazins „Time“ zur Person of the Year 2015 gekürt worden war. Damit hatte offenbar niemand gerechnet. Ich war gestern auch kurz verblüfft, als ich es hörte, aber wenn ich es mir jetzt recht überlege - nein, wirklich wundern tut's mich nicht. We are so proud!

Thursday, August 6, 2015

Danke, Jon Stewart

„It feels weird today, in a world of a thousand contending voices on Twitter and Tumblr and YouTube, to talk about how much it meant that there was one dude back then telling the truth. That there was someone in the mainstream media willing to kick a hole in the pusillanimous civil consensus of the respectable pundits, someone willing to call bullshit on the whole rotten circus, to reject the asinine convention that the party in power had to be given token respect simply because they were in power and to openly call them out as evil lunatics.

Jon Stewart felt like a Messiah.“

ARTHUR CHU am 30. Juli auf „Salon.com“ zum Rückzug von Jon Stewart aus der Kult-Satiresendung „The Daily Show“. Ich lebe seit 2003 in den USA, und die ersten paar Jahre hier wären ohne ihn schlichtweg unerträglich gewesen. Für eine viel zu lange Zeit war Stewart der einzige, der sagte, was Sache ist. Messerscharf und präzise. Comic Timing hat der Komiker auch bei seinem Abgang bewiesen - es war klug zu gehen, solange er noch halbwegs relevant war. „We take Jon Stewart for granted now, and expect way too much from him. Stop and thank him for restoring our sanity“, lautet die Unterzeile der Überschrift vom zitierten Artikel. Da wir schon lange kein Kabelfernsehen mehr haben, kann ich mir seine letzte Sendung heute nicht live ansehen. Aber wie immer wird es auch davon einen Hulu-Clip geben.

Friday, June 26, 2015

Hochzeit, marsch

„Ann Sorrell and Marge Eide, together 43 years, beamed as they walked into vital records to get their marriage license.

The Ann Arbor couple was ready to take their vows and begin their life as a married couple in a land where it is now legal.

,We're going to get married after 43 years,‘ Eide, 77, said. ,Do you think we are rushing this?‘ she jokes with a reporter.“

JENNIFER CHAMBERS in einem Artikel der "Detroit News" zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, das in noch 14 Bundesstaaten bestehende Verbot der Homo-Ehe als Verstoß gegen die Verfassung zu erklären. Worauf überall wie wild geheiratet wurde - auch in Ann Arbor, Michigan, wo Ann und Marge leben.

Thursday, April 23, 2015

Sounds Like Spring

Irgendwann, wenn man schon gar nicht mehr daran glaubt, wird es dann doch Frühling.

In jedem Waldtümpel gibt’s ein Froschkonzert. Und in den noch kahlen Bäumen kann man nicht nur hören, sondern auch sehen, wer da singt: Der Kardinal lockt und schnalzt, die Indianermeise ruft ihr „Pieter, Pieter“, und der Rotflügelstärling schmeißt einen Triller in die Luft.

Nachts fliegen Gänse übers Dach; man hört sie hupen.

Auf die Schwalben warten wir noch.