„Religion, morality, and knowledge, being necessary to good government and the happiness of mankind, schools and the means of education shall forever be encouraged.“
INSCHRIFT über dem achtsäuligen Eingangsportikus von Angell Hall, einem zentralen Vorlesungsgebäude der University of Michigan in Ann Arbor. Die renommierte Universität kann in diesem Jahr ein rundes Jubiläum feiern: Gegründet wurde sie genau heute vor 200 Jahren, am 26. August 1817 in Detroit. Das war knapp 20 Jahre, bevor das Territorium von Michigan ein Bundesstaat wurde. Weil Lansing das Rennen um die Hauptstadt und den Sitz der Staatsregierung machte, wollte Ann Arbor wenigstens die Universität haben. Angell Hall wurde im Jahr 1924 fertiggestellt; der Architekt war Albert Kahn aus Detroit.
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Saturday, August 26, 2017
Sunday, December 25, 2016
Last Christmas
„I always thought he'd wake us up before he went went.“
KOMMENTAR von Kevin R Jenkins zum Artikel „Pop Star George Michael Dead At 53 auf der „Huffington Post“. Viele Stars sind in diesem Jahr gestorben, aber die meisten waren doch bedeutend älter als ich. George Michael war ein paar Monate jünger.
KOMMENTAR von Kevin R Jenkins zum Artikel „Pop Star George Michael Dead At 53 auf der „Huffington Post“. Viele Stars sind in diesem Jahr gestorben, aber die meisten waren doch bedeutend älter als ich. George Michael war ein paar Monate jünger.
Tuesday, November 8, 2016
The Nasty Lady in White
„It’s time for recombobulation, after this long-running smash-hit presidential campaign, which you have enjoyed to the hilt and don’t deny it. Never been anything like it. The hulking duke of darkness, the nasty lady in white. Goodbye, high school civics. Hello, Shakespeare.“
He had me at „recombobulation“. Der Name GARRISON KEILLOR war mir zwar früher schon aufgefallen, aber vor seinen Kolumnen zur Präsidentschaftswahl in der Washington Post“ hatte ich noch nichts von ihm bewusst gelesen. Inzwischen weiß ich, dass der Typ so schrullig aussieht wie er schreibt, was aber gar nichts macht, denn ich habe eine Schwäche für diese Art von Spitzfindigkeit. Ich lerne auch immer wieder gerne ein neues Wort, und obwohl es „recombobulation“ noch nicht einmal ins Online-Wörterbuch geschafft hat, habe ich das Wort intuitiv verstanden. Inzwischen weiß ich mehr: So nennt man (zumindest in Milwaukee, Wisconsin – Keillor kommt aus dem benachbarten Minnesota) den Bereich hinter der Röntgenabteilung des Flughafens, wo man sich wieder soweit herrichtet, dass man in Anstand und Würde seine Reise fortsetzen kann. Obwohl einem gerade in den Schritt gefasst wurde, weil irgendeine Niete an der Jeans die Maschine zum Jodeln brachte. Und so wird man sich auch in diesem Land nach der Wahl wieder zusammenreißen und -raufen müssen. Falls das noch möglich ist. Aber ich muss zugeben, dass ich in den vergangenen Tagen das Spektakel ungeheuer genossen habe. Was blieb einem auch anderes übrig. Meine Bewunderung für Hillary Clinton ist dabei ins Unermessliche gestiegen. Und ihre weißen Hosenanzüge sind einfach genial! Gestern Abend habe ich aus irgendeiner Laune heraus Fehlfarben gehört: „Keine Atempause / Geschichte wird gemacht / Es geht voran.“ Ha.
He had me at „recombobulation“. Der Name GARRISON KEILLOR war mir zwar früher schon aufgefallen, aber vor seinen Kolumnen zur Präsidentschaftswahl in der Washington Post“ hatte ich noch nichts von ihm bewusst gelesen. Inzwischen weiß ich, dass der Typ so schrullig aussieht wie er schreibt, was aber gar nichts macht, denn ich habe eine Schwäche für diese Art von Spitzfindigkeit. Ich lerne auch immer wieder gerne ein neues Wort, und obwohl es „recombobulation“ noch nicht einmal ins Online-Wörterbuch geschafft hat, habe ich das Wort intuitiv verstanden. Inzwischen weiß ich mehr: So nennt man (zumindest in Milwaukee, Wisconsin – Keillor kommt aus dem benachbarten Minnesota) den Bereich hinter der Röntgenabteilung des Flughafens, wo man sich wieder soweit herrichtet, dass man in Anstand und Würde seine Reise fortsetzen kann. Obwohl einem gerade in den Schritt gefasst wurde, weil irgendeine Niete an der Jeans die Maschine zum Jodeln brachte. Und so wird man sich auch in diesem Land nach der Wahl wieder zusammenreißen und -raufen müssen. Falls das noch möglich ist. Aber ich muss zugeben, dass ich in den vergangenen Tagen das Spektakel ungeheuer genossen habe. Was blieb einem auch anderes übrig. Meine Bewunderung für Hillary Clinton ist dabei ins Unermessliche gestiegen. Und ihre weißen Hosenanzüge sind einfach genial! Gestern Abend habe ich aus irgendeiner Laune heraus Fehlfarben gehört: „Keine Atempause / Geschichte wird gemacht / Es geht voran.“ Ha.
Thursday, December 10, 2015
#TIMEPOY
„Yasssss Mom!!!!!!! Merkel kween!“
So bejubelte die BLOGGERIN Joanna Rothkopf fürs „feministische US-Portal ,Jezebel‘“ (SPON) gestern die Meldung, dass die deutsche Kanzlerin vom US-Magazins „Time“ zur Person of the Year 2015 gekürt worden war. Damit hatte offenbar niemand gerechnet. Ich war gestern auch kurz verblüfft, als ich es hörte, aber wenn ich es mir jetzt recht überlege - nein, wirklich wundern tut's mich nicht. We are so proud!
So bejubelte die BLOGGERIN Joanna Rothkopf fürs „feministische US-Portal ,Jezebel‘“ (SPON) gestern die Meldung, dass die deutsche Kanzlerin vom US-Magazins „Time“ zur Person of the Year 2015 gekürt worden war. Damit hatte offenbar niemand gerechnet. Ich war gestern auch kurz verblüfft, als ich es hörte, aber wenn ich es mir jetzt recht überlege - nein, wirklich wundern tut's mich nicht. We are so proud!
Thursday, August 6, 2015
Danke, Jon Stewart
„It feels weird today, in a world of a thousand contending voices on Twitter and Tumblr and YouTube, to talk about how much it meant that there was one dude back then telling the truth. That there was someone in the mainstream media willing to kick a hole in the pusillanimous civil consensus of the respectable pundits, someone willing to call bullshit on the whole rotten circus, to reject the asinine convention that the party in power had to be given token respect simply because they were in power and to openly call them out as evil lunatics.
Jon Stewart felt like a Messiah.“
ARTHUR CHU am 30. Juli auf „Salon.com“ zum Rückzug von Jon Stewart aus der Kult-Satiresendung „The Daily Show“. Ich lebe seit 2003 in den USA, und die ersten paar Jahre hier wären ohne ihn schlichtweg unerträglich gewesen. Für eine viel zu lange Zeit war Stewart der einzige, der sagte, was Sache ist. Messerscharf und präzise. Comic Timing hat der Komiker auch bei seinem Abgang bewiesen - es war klug zu gehen, solange er noch halbwegs relevant war. „We take Jon Stewart for granted now, and expect way too much from him. Stop and thank him for restoring our sanity“, lautet die Unterzeile der Überschrift vom zitierten Artikel. Da wir schon lange kein Kabelfernsehen mehr haben, kann ich mir seine letzte Sendung heute nicht live ansehen. Aber wie immer wird es auch davon einen Hulu-Clip geben.
Jon Stewart felt like a Messiah.“
ARTHUR CHU am 30. Juli auf „Salon.com“ zum Rückzug von Jon Stewart aus der Kult-Satiresendung „The Daily Show“. Ich lebe seit 2003 in den USA, und die ersten paar Jahre hier wären ohne ihn schlichtweg unerträglich gewesen. Für eine viel zu lange Zeit war Stewart der einzige, der sagte, was Sache ist. Messerscharf und präzise. Comic Timing hat der Komiker auch bei seinem Abgang bewiesen - es war klug zu gehen, solange er noch halbwegs relevant war. „We take Jon Stewart for granted now, and expect way too much from him. Stop and thank him for restoring our sanity“, lautet die Unterzeile der Überschrift vom zitierten Artikel. Da wir schon lange kein Kabelfernsehen mehr haben, kann ich mir seine letzte Sendung heute nicht live ansehen. Aber wie immer wird es auch davon einen Hulu-Clip geben.
Friday, June 26, 2015
Hochzeit, marsch
„Ann Sorrell and Marge Eide, together 43 years, beamed as they walked into vital records to get their marriage license.
The Ann Arbor couple was ready to take their vows and begin their life as a married couple in a land where it is now legal.
,We're going to get married after 43 years,‘ Eide, 77, said. ,Do you think we are rushing this?‘ she jokes with a reporter.“
JENNIFER CHAMBERS in einem Artikel der "Detroit News" zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, das in noch 14 Bundesstaaten bestehende Verbot der Homo-Ehe als Verstoß gegen die Verfassung zu erklären. Worauf überall wie wild geheiratet wurde - auch in Ann Arbor, Michigan, wo Ann und Marge leben.
The Ann Arbor couple was ready to take their vows and begin their life as a married couple in a land where it is now legal.
,We're going to get married after 43 years,‘ Eide, 77, said. ,Do you think we are rushing this?‘ she jokes with a reporter.“
JENNIFER CHAMBERS in einem Artikel der "Detroit News" zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, das in noch 14 Bundesstaaten bestehende Verbot der Homo-Ehe als Verstoß gegen die Verfassung zu erklären. Worauf überall wie wild geheiratet wurde - auch in Ann Arbor, Michigan, wo Ann und Marge leben.
Sunday, November 9, 2014
Feiern mit Sekt und Gurken
„Sind das vielleicht Gurken aus dem Spreewald?“ „Nee, aus Holland.“
ZITAT aus dem Film „Good Bye Lenin!“ aus dem Jahr 2003, den wir gestern zum Mauerfall-Jubiläum wieder einmal ansahen. Dazu tranken wir natürlich Sekt. Nein, keinen Rotkäppchen-Sekt, sondern Korbel. Man muss es mit dem Schwelgen in Erinnerungen nicht übertreiben. Trotzdem: Für mich ist die gelungene deutsche Revolution ein Grund, warum ich auf mein Heimatland stolz bin. „It was a time of great optimism“, sagte ein Geschichtsprofessor bei einer kleinen Gedenkveranstaltung am Donnerstag an der Oakland University, und ich denke, dieses Ereignis hat mich geprägt. Es hat mir Vertrauen und Zuversicht gegeben und das Bewusstsein, dass sich Dinge ändern können und nicht alles schiefgehen muss. „Träume können wahr werden. Nichts muss so bleiben wie es ist“, sagte Angela Merkel heute bei der Gedenkfeier in Berlin. Und was für eine gelungene Feier das war, mit den Ballons der Lichtgrenze, Beethoven und heiterer Besinnlichkeit. Daran änderte auch Michail Gorbatschow in seiner Rolle als Party-Pooper nichts. 25 Jahre! „Hälfte des Lebens“, bemerkte mein Mann vorhin. Obwohl wir damals eigentlich andere Dinge im Kopf hatten - ich schrieb gerade meine Magisterarbeit und bereitete mich anschließend auf meine mündlichen Prüfungen vor, mein künftiger Mann schrieb seine Doktorarbeit zu Ende,- es waren doch wunderbare Zeiten, und es tat sich was. „Der Wind der Veränderung blies bis in die Ruinen unserer Republik. Der Sommer kam und Berlin war der schönste Platz auf Erden. Wir hatten das Gefühl im Mittelpunkt der Welt zu stehen. Dort wo sich endlich was bewegte. Und wir bewegten uns mit.“ Ich war zwar nicht in Berlin, aber alles schien möglich, damals. „Im Sommer 1990 überzeugte die deutsche Nationalmannschaft mit Planübererfüllung und wurde Fußballweltmeister.“ Die Party wollte gar kein Ende mehr nehmen, während ich versuchte, mich auf meine Prüfungen zu konzentrieren. Davon träume ich heute noch manchmal: Prüfungsangst ist ein hartnäckiges Gefühl. Aber alles ging gut. Zur Feier des Tages aßen wir auch noch ein paar Essiggürkchen - von Hengstenberg, meiner Lieblingsmarke, die in Metro Detroit in vielen Supermärkten erhältlich ist.
ZITAT aus dem Film „Good Bye Lenin!“ aus dem Jahr 2003, den wir gestern zum Mauerfall-Jubiläum wieder einmal ansahen. Dazu tranken wir natürlich Sekt. Nein, keinen Rotkäppchen-Sekt, sondern Korbel. Man muss es mit dem Schwelgen in Erinnerungen nicht übertreiben. Trotzdem: Für mich ist die gelungene deutsche Revolution ein Grund, warum ich auf mein Heimatland stolz bin. „It was a time of great optimism“, sagte ein Geschichtsprofessor bei einer kleinen Gedenkveranstaltung am Donnerstag an der Oakland University, und ich denke, dieses Ereignis hat mich geprägt. Es hat mir Vertrauen und Zuversicht gegeben und das Bewusstsein, dass sich Dinge ändern können und nicht alles schiefgehen muss. „Träume können wahr werden. Nichts muss so bleiben wie es ist“, sagte Angela Merkel heute bei der Gedenkfeier in Berlin. Und was für eine gelungene Feier das war, mit den Ballons der Lichtgrenze, Beethoven und heiterer Besinnlichkeit. Daran änderte auch Michail Gorbatschow in seiner Rolle als Party-Pooper nichts. 25 Jahre! „Hälfte des Lebens“, bemerkte mein Mann vorhin. Obwohl wir damals eigentlich andere Dinge im Kopf hatten - ich schrieb gerade meine Magisterarbeit und bereitete mich anschließend auf meine mündlichen Prüfungen vor, mein künftiger Mann schrieb seine Doktorarbeit zu Ende,- es waren doch wunderbare Zeiten, und es tat sich was. „Der Wind der Veränderung blies bis in die Ruinen unserer Republik. Der Sommer kam und Berlin war der schönste Platz auf Erden. Wir hatten das Gefühl im Mittelpunkt der Welt zu stehen. Dort wo sich endlich was bewegte. Und wir bewegten uns mit.“ Ich war zwar nicht in Berlin, aber alles schien möglich, damals. „Im Sommer 1990 überzeugte die deutsche Nationalmannschaft mit Planübererfüllung und wurde Fußballweltmeister.“ Die Party wollte gar kein Ende mehr nehmen, während ich versuchte, mich auf meine Prüfungen zu konzentrieren. Davon träume ich heute noch manchmal: Prüfungsangst ist ein hartnäckiges Gefühl. Aber alles ging gut. Zur Feier des Tages aßen wir auch noch ein paar Essiggürkchen - von Hengstenberg, meiner Lieblingsmarke, die in Metro Detroit in vielen Supermärkten erhältlich ist.
Thursday, September 25, 2014
Wasserstandsmeldung
„I live in the Detroit area, and for all our economic and structural problems, at least we have lots of fresh water and high ground. Ironic that we may become a shining, new metropolis in the future should carbon and sea level projections hold. In the meantime, I call attention to climate change deniers the fact that insurance companies, major corporations and even the Pentagon are making contingency plans for the potential, unmitigated effects of what the deniers call a ,natural cycle.‘ Go ahead, vote Republican, but make sure you keep a snorkel on your nightstand. Depending where you happen to live, that is. Trouble is, it'll be our children that bear the greatest burden.“
KOMMENTAR von User „vonstipatz“ zur Kolumne von Gail Collins in der „New York Times“, Titel: „Florida Goes Down the Drain. The Politics of Climate Change.“ Die Metapher in der Artikelüberschrift ist nett gewählt, denn Florida geht genau deswegen den Bach runter, weil das Meer bei Flut den Gully hochkommt. Bei der herbstlichen „King Tide“ sind die Straßen von Miami Beach jetzt regelmäßig überflutet, und das ist schlecht fürs Geschäft. In die angesagten Clubs geht keiner in Gummistiefeln, außerdem rosten die Nobelkarossen. Vor allem an der Atlantikküste kann man die Folgen des Klimawandels bereits besichtigen – der bedrohliche Anstieg des Meeresspiegels ist längst keine düstere Prophezeiung mehr, sondern kostspielige Realität. Deswegen kann es schon sein, dass man die Brachflächen in Detroit noch einmal braucht. Da kommt zwar nach Dauerregen auch schon einmal Wasser aus den Abflussrohren, wie man am 11. August gesehen hat, aber das passiert hoffentlich nicht oft. Und auch das Grundwasser ist anschließend nicht versalzen.
KOMMENTAR von User „vonstipatz“ zur Kolumne von Gail Collins in der „New York Times“, Titel: „Florida Goes Down the Drain. The Politics of Climate Change.“ Die Metapher in der Artikelüberschrift ist nett gewählt, denn Florida geht genau deswegen den Bach runter, weil das Meer bei Flut den Gully hochkommt. Bei der herbstlichen „King Tide“ sind die Straßen von Miami Beach jetzt regelmäßig überflutet, und das ist schlecht fürs Geschäft. In die angesagten Clubs geht keiner in Gummistiefeln, außerdem rosten die Nobelkarossen. Vor allem an der Atlantikküste kann man die Folgen des Klimawandels bereits besichtigen – der bedrohliche Anstieg des Meeresspiegels ist längst keine düstere Prophezeiung mehr, sondern kostspielige Realität. Deswegen kann es schon sein, dass man die Brachflächen in Detroit noch einmal braucht. Da kommt zwar nach Dauerregen auch schon einmal Wasser aus den Abflussrohren, wie man am 11. August gesehen hat, aber das passiert hoffentlich nicht oft. Und auch das Grundwasser ist anschließend nicht versalzen.
Tuesday, August 12, 2014
Wasserstraßen oder: Nicht zu fassen, dieser Regen
„When our freeways need dive teams it might be a work from home day. #Detroit #Flood“
TWEET eines jungen Mannes namens Ryan Bateman, der laut Selbstbeschreibung bei Compuware in Downtown Detroit arbeitet und heute morgen nicht zur Arbeit konnte, weil nahezu sämtliche Autobahnen überflutet waren. Die Bilder und Berichte von der Flutkatastrophe sind surreal. Straßen, die sich in Flüsse verwandelt haben. Gestrandete Autos. Vollgelaufene Keller. Wir sind hier noch einmal glimpflich davon gekommen, und so haben wir erst heute morgen richtig realisiert, was der Starkregen von gestern Nachmittag in anderen Teilen der Metropole angerichtet hat. Soweit bekannt wurde, kam ein Mensch ums Leben. Vor allem in Brückenunterführungen steht das Wasser indessen meterhoch, und deswegen sollten Taucher heute Morgen sicher stellen, dass es dort keine weiteren Opfer gab.
TWEET eines jungen Mannes namens Ryan Bateman, der laut Selbstbeschreibung bei Compuware in Downtown Detroit arbeitet und heute morgen nicht zur Arbeit konnte, weil nahezu sämtliche Autobahnen überflutet waren. Die Bilder und Berichte von der Flutkatastrophe sind surreal. Straßen, die sich in Flüsse verwandelt haben. Gestrandete Autos. Vollgelaufene Keller. Wir sind hier noch einmal glimpflich davon gekommen, und so haben wir erst heute morgen richtig realisiert, was der Starkregen von gestern Nachmittag in anderen Teilen der Metropole angerichtet hat. Soweit bekannt wurde, kam ein Mensch ums Leben. Vor allem in Brückenunterführungen steht das Wasser indessen meterhoch, und deswegen sollten Taucher heute Morgen sicher stellen, dass es dort keine weiteren Opfer gab.
Sunday, November 24, 2013
Zungenfertiges Deutsch
„Ich möchte mehr Deutsch lernen. Ich hoffe, dass ich zungenfertig Deutsch sprechen kann. […]
Nie fühlte ich mich mehr zu Hause in einem Klassenzimmer als dann, wenn ich im Deutschunterricht saß. Wenn ich Deutsch spreche, fühle ich mich intelligent. Ich denke, wenn man eine andere Sprache spricht, kann man die Welt aus einer anderen Perspektive sehen.“
Mein STUDENT Ashton in einem Aufsatz, in dem er sein Verhältnis zur deutschen Sprache beschreiben sollte. Ich finde, das ist ihm auf sehr überzeugende Art gelungen. Ich überlege gerade noch, ob das nicht ein geeigneter Slogan wäre: Wanna feel smart? Study German!
Nie fühlte ich mich mehr zu Hause in einem Klassenzimmer als dann, wenn ich im Deutschunterricht saß. Wenn ich Deutsch spreche, fühle ich mich intelligent. Ich denke, wenn man eine andere Sprache spricht, kann man die Welt aus einer anderen Perspektive sehen.“
Mein STUDENT Ashton in einem Aufsatz, in dem er sein Verhältnis zur deutschen Sprache beschreiben sollte. Ich finde, das ist ihm auf sehr überzeugende Art gelungen. Ich überlege gerade noch, ob das nicht ein geeigneter Slogan wäre: Wanna feel smart? Study German!
Sunday, November 17, 2013
Everybody Can Keep Their Damn Insurance!
„Glaring at the reporters, the President continued, ,You heard me. If your insurance is crappy, then you just go ahead and keep it — the crappier, the better. Let’s pretend this whole thing never happened.”
A vein in his forehead visibly throbbing, the President added, ,You know, I really wish I hadn't spent the last three years of my life on this thing. I should've just gone around invading countries for no reason. That would’ve made everybody happy. Well, live and learn.‘“
Achtung, Satire! THE BOROWITZ REPORT, der seit einiger Zeit zum „New Yorker“ gehört, bringt es mal wieder auf den Punkt. Und insgeheim wünscht man sich, der Präsident hätte das wirklich gesagt.
A vein in his forehead visibly throbbing, the President added, ,You know, I really wish I hadn't spent the last three years of my life on this thing. I should've just gone around invading countries for no reason. That would’ve made everybody happy. Well, live and learn.‘“
Achtung, Satire! THE BOROWITZ REPORT, der seit einiger Zeit zum „New Yorker“ gehört, bringt es mal wieder auf den Punkt. Und insgeheim wünscht man sich, der Präsident hätte das wirklich gesagt.
Wednesday, October 2, 2013
Der 1. Oktober 2013
„The juxtaposition of Tuesday's two top stories was extraordinary.
The top story all day was that Republicans had shut down the federal government because President Obama wouldn't defund or delay the Affordable Care Act. The other major story was that the government's servers were crashing because so many people were trying to see if they could get insurance through Obamacare.
So on the one hand, Washington was shut down because Republicans don't want Obamacare. On the other hand, Obamacare was nearly shut down because so many Americans wanted Obamacare.“
EZRA KLEIN und EVAN SOLTAS im morgendlichen „Wonkbook“ der „Washington Post“. Ein historischer Tag also. Wie die Geschichte ausgehen wird, weiß man allerdings nicht. Das ist immer das Dumme an geschichtsträchtigen Ereignissen, die sich vor den Augen des Betrachters entfalten.
The top story all day was that Republicans had shut down the federal government because President Obama wouldn't defund or delay the Affordable Care Act. The other major story was that the government's servers were crashing because so many people were trying to see if they could get insurance through Obamacare.
So on the one hand, Washington was shut down because Republicans don't want Obamacare. On the other hand, Obamacare was nearly shut down because so many Americans wanted Obamacare.“
EZRA KLEIN und EVAN SOLTAS im morgendlichen „Wonkbook“ der „Washington Post“. Ein historischer Tag also. Wie die Geschichte ausgehen wird, weiß man allerdings nicht. Das ist immer das Dumme an geschichtsträchtigen Ereignissen, die sich vor den Augen des Betrachters entfalten.
Saturday, August 10, 2013
Redoxreaktionen im Red Ox
„[…] Um an der Oakland Universität Freunde zu finden, solltest du nur über organische Chemie reden. Wenn du nur über organische Chemie redest, wird niemand verstehen, worüber du redest. Das ist eine wirklich gute Sache! Es ist auch eine gute Idee, Anmachsprüche, die über organische Chemie sind, zu benutzen. Wenn du Anmachsprüche über organische Chemie benutzt, werden sich viele Frauen in dich verlieben.
Nahe bei der Oakland Universität gibt es viele Restaurants. Wenn du Hunger hast, probier das ,Red Ox‘ aus! ,Red Ox‘ ist eine Taverne, in der Chemiker über Redoxreaktionen diskutieren. […]“
Meine STUDENTIN Miranda in einem Aufsatz, der als Brief an einen fiktiven deutschen Austauschstudenten konzipiert war. Sie war sehr stolz auf ihren Text und das gelungene Wortspiel. Wir gehen auch in diese Kneipe, eine richtige American Sports Bar, aber ich würde mal vermuten, dass die Gespräche beim Bier typischerweise nicht von Redoxreaktionen handeln. Die Studentin schrieb das im Wintersemester; ich persönlich bevorzuge das Lokal in der wärmeren Jahreszeit, weil es dann ruhiger ist und man auch draußen auf der Terrasse sitzen kann. Drinnen auf den Riesenbildschirmen läuft derweil Baseball. Wie gestern. Solange die Tigers spielen, ist noch Sommer.
Nahe bei der Oakland Universität gibt es viele Restaurants. Wenn du Hunger hast, probier das ,Red Ox‘ aus! ,Red Ox‘ ist eine Taverne, in der Chemiker über Redoxreaktionen diskutieren. […]“
Meine STUDENTIN Miranda in einem Aufsatz, der als Brief an einen fiktiven deutschen Austauschstudenten konzipiert war. Sie war sehr stolz auf ihren Text und das gelungene Wortspiel. Wir gehen auch in diese Kneipe, eine richtige American Sports Bar, aber ich würde mal vermuten, dass die Gespräche beim Bier typischerweise nicht von Redoxreaktionen handeln. Die Studentin schrieb das im Wintersemester; ich persönlich bevorzuge das Lokal in der wärmeren Jahreszeit, weil es dann ruhiger ist und man auch draußen auf der Terrasse sitzen kann. Drinnen auf den Riesenbildschirmen läuft derweil Baseball. Wie gestern. Solange die Tigers spielen, ist noch Sommer.
Sunday, July 14, 2013
Lack of Transparency by the Government
„I've taken a lot of "friendly fire" over this issue in this space, but will say once again: (1) there is no "news" in what Snowden has released given what has been covered in the press over the last 5-8 years. (2) The actual danger to civil liberties, based on what I've seen thus far, is pretty minimal as the very amount of metadata that's being gathered itself makes abuse less likely. (3) That being said, the lack of transparency by the government around these programs is disturbing and serves as fertilized potting soil for the tin-foil-hat-crowd. […]“
KOMMENTAR von User „TLM“ zum heutigen Artikel von Kevin Drum für die Online-Ausgabe von „Mother Jones“, Überschrift: „Edward Snowden Says He Could Destroy the NSA Anytime He Wants To“.
KOMMENTAR von User „TLM“ zum heutigen Artikel von Kevin Drum für die Online-Ausgabe von „Mother Jones“, Überschrift: „Edward Snowden Says He Could Destroy the NSA Anytime He Wants To“.
Monday, June 3, 2013
Himmel oder Hölle?
„Not so fast: Vatican says Pope Francis got it wrong, atheists do go to hell“
Kein Witz, sondern die ÜBERSCHRIFT eines Artikels von Cheryl K. Chumley in der „Washington Times“ vom 30. Mai. Erlösung gibt es auch in Zukunft nur für waschechte Katholiken, oder so. Trotzdem erfreulich, dass es wieder einmal einen Papst gibt, der auch Dinge sagt, die man im Vatikan nicht so gerne hört.
Kein Witz, sondern die ÜBERSCHRIFT eines Artikels von Cheryl K. Chumley in der „Washington Times“ vom 30. Mai. Erlösung gibt es auch in Zukunft nur für waschechte Katholiken, oder so. Trotzdem erfreulich, dass es wieder einmal einen Papst gibt, der auch Dinge sagt, die man im Vatikan nicht so gerne hört.
Wednesday, February 20, 2013
Die lieben Brot
„Germans. Love. Their. Bread. The Bäckereis are full of high quality fresh bread and baked goods.“
Das schrieb ein STUDENT jüngst im Anfängerkurs. Die Aufgabe hatte gelautet: „Describe a typical Bäckerei.“ Punkt, Schluss.
Das schrieb ein STUDENT jüngst im Anfängerkurs. Die Aufgabe hatte gelautet: „Describe a typical Bäckerei.“ Punkt, Schluss.
Friday, January 25, 2013
Brrr, Winter
„It's so unpleasant down here our snowmen from two weeks ago are trying to get inside the house.“
KOMMENTAR von „thasswhatImtalkinbout“ zum Artikel "It’s Too Cold to Kill in New York City" auf der Website des „New York Magazine“.
KOMMENTAR von „thasswhatImtalkinbout“ zum Artikel "It’s Too Cold to Kill in New York City" auf der Website des „New York Magazine“.
Sunday, December 9, 2012
Brubeck, And All that Jazz
„Brubeck, who died last week one day short of his 92nd birthday, wasn’t my first love in jazz, yet I have come to see him as a genius whose music gets more interesting as it’s heard again and again. I have a hunch that my own discovery of the power of jazz — my awakening came courtesy of Miles Davis in his ,Kind of Blue‘ and ,Seven Steps to Heaven‘ period — parallels the experience of so many who have come under its spell. It’s the exceptional American music that we will keep coming back to.
,Kind of Blue‘ led inevitably to an engagement with Davis’s brilliant collaborators: John Coltrane, Cannonball Adderley, Bill Evans, Herbie Hancock and Tony Williams. They are among the architects of our distinctly American contribution to music.“
E.J. DIONNE in einem sehr persönlich gefärbten Nachruf auf Dave Brubeck in der „Washington Post“. Ich fand das bemerkenswert, weil es ungefähr den Weg beschreibt, wie auch ich zum Jazz fand. Es war eine späte Liebe — ich sah Jazz lange als eine verpasste Gelegenheit an. Obwohl mir etwa Brubeck und „Take Five“ aus dem Album „Time Out“ irgendwie immer ein Begriff war. Aber erst das andere wichtige Album des unvergleichlichen Jazz-Jahrganges 1959 brachte dann den Anstoß, mich mit dieser Musik näher zu befassen: ,Kind of Blue‘ war der Kristallisationspunkt.
,Kind of Blue‘ led inevitably to an engagement with Davis’s brilliant collaborators: John Coltrane, Cannonball Adderley, Bill Evans, Herbie Hancock and Tony Williams. They are among the architects of our distinctly American contribution to music.“
E.J. DIONNE in einem sehr persönlich gefärbten Nachruf auf Dave Brubeck in der „Washington Post“. Ich fand das bemerkenswert, weil es ungefähr den Weg beschreibt, wie auch ich zum Jazz fand. Es war eine späte Liebe — ich sah Jazz lange als eine verpasste Gelegenheit an. Obwohl mir etwa Brubeck und „Take Five“ aus dem Album „Time Out“ irgendwie immer ein Begriff war. Aber erst das andere wichtige Album des unvergleichlichen Jazz-Jahrganges 1959 brachte dann den Anstoß, mich mit dieser Musik näher zu befassen: ,Kind of Blue‘ war der Kristallisationspunkt.
Wednesday, November 7, 2012
A Vote for Change
„President Obama’s reelection, ironically, isn’t about hope and change. The hope is largely gone, but the changes are already happening.
The Affordable Care Act — the single most significant bill of Obama’s first term — is law. It’s law that mostly won’t go into effect until 2014, but it’s law nevertheless. Mitt Romney’s key campaign promise was that, on day one, he’d begin working to pass a new law that would repeal it. But Obama doesn’t have to do anything to make health reform happen. […] Obama’s reelection is all that was required to for the United States of America to join every other industrialized country in having a universal — or at least very near-to-universal — health-care system.“
EZRA KLEIN auf dem „Wonkblog“ der „Washington Post“, veröffentlicht kurz nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses. Seine Schlussfolgerung: Die erste Wahl war noch für „Hope“, aber die Wiederwahl garantiert erst den „Change“.
The Affordable Care Act — the single most significant bill of Obama’s first term — is law. It’s law that mostly won’t go into effect until 2014, but it’s law nevertheless. Mitt Romney’s key campaign promise was that, on day one, he’d begin working to pass a new law that would repeal it. But Obama doesn’t have to do anything to make health reform happen. […] Obama’s reelection is all that was required to for the United States of America to join every other industrialized country in having a universal — or at least very near-to-universal — health-care system.“
EZRA KLEIN auf dem „Wonkblog“ der „Washington Post“, veröffentlicht kurz nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses. Seine Schlussfolgerung: Die erste Wahl war noch für „Hope“, aber die Wiederwahl garantiert erst den „Change“.
Tuesday, November 6, 2012
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