Sunday, February 28, 2010

Fotos von meiner Festplatte – The Bean

Die Bohne im Millennium-Park in Chicago © Cornelia Schaible
Als ein Studienkollege meines Mannes vor ein paar Jahren zu Forschungszwecken von Sydney nach Chicago kam, vereinbarten wir ein Treffen. Der Treffpunkt? „The Bean“, die bohnenförmige Skulptur im Millennium-Park. Die Verabredung klappte tadellos – und hatte Stil. Auch in Chicago verabreden sich die Leute mit Vorliebe bei diesem Kunstwerk aus poliertem Stahl, das offiziell „Cloud Gate“ heißt. Vor einem Jahr waren wir wieder einmal dort; bei dieser Gelegenheit entstand auch das Bild. Es war sehr kalt, aber die Sonne schien und der Himmel war perfekt: Am schönsten ist „The Bean“, wenn sich tatsächlich Wolken darin spiegeln. Und man kann nicht nur um das Kunstwerk herumgehen, wie es sich für eine Skulptur gehört, sondern auch unten durch. Kein Wunder, dass dieses wundersame Spiegel-Ei seit der Eröffnung des Millennium-Parks im Jahr 2004 zum Publikumsliebling avanciert ist.

Mehr zum Thema auf suite101: Der Millennium Park in Chicago

Wednesday, February 17, 2010

Stimulus, Juan Carlos und Space Shuttle

„Obama will make morning remarks on the Recovery Act and then hold the war council with some two dozen advisers in the White House Situation Room.

The president lunches with King Juan Carlos of Spain. In the afternoon he meets with Secretary of State Hillary Rodham Clinton and, later, with the U.S. commanding general in Iraq, Gen. Raymond Odierno.

In the evening, the president, congressional leaders and middle school students congratulate the astronauts on the International Space Station and space shuttle Endeavour.“

AP-MELDUNG über das Aschermittwochs-Programm des US-Präsidenten.

Tuesday, January 12, 2010

Models statt neuer Modelle

Der erste Eindruck von der Autoshow: Die Amerikaner können plötzlich Kleinwagen! Ford gibt furchtbar damit an, dass schon 4000 Vorbestellungen für den Fiesta vorliegen. Und ElektroautosModel am Chrysler-Stand auf der Detroiter Autoshow © Cornelia Schaible sind ein Muss, auch wenn noch kein Mensch weiß, wer die eigentlich kaufen soll. Außerdem:

1. Der Glamour ist zurück. Das ist gut. Es muss nicht jeder Messestand aussehen wie der von Kia.
2. Man hört viel Italienisch. Noch besser. Und: der Chrysler-Stand hat mehr Stil, seit „Fiat“ drüber steht.
3. Und das Beste: Für die Medienleute gab es wieder etwas zu essen und – vor allem – zu trinken. Wer will schon auf der Autoshow verdursten.

Alles in allem lässt das nur einen Schluss zu: Es geht wieder aufwärts!

Allerdings: Es sind nur wenige neue Modelle zu sehen, dafür eine ganze Menge Models. Die Frau mit der attraktiven Heckseite stand neben einem Chrysler – mehr Information wurde dazu nicht gereicht. Erst zuhause habe ich erfahren, dass es sich in Wirklichkeit um einen Lancia Delta handelt.

Platz war allerdings immer noch genug da, nach dem drastischen Markensterben von GM. Deswegen gibt’s auch wieder Testfahrten mit Hybrid- und Elektroautos im frühlingshaft begrünten Untergeschoss von Cobo Hall; EcoXperience nennt sich das Ganze.

Mehr zum Thema auf suite101: NAIAS 2010: Automesse in Detroit

Thursday, January 7, 2010

Ein bombiges Jahrzehnt

Im Jahr 2000 wollte al-Quaida eine Bombe auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt zünden. Rechtzeitige Festnahmen verhinderten den Anschlag; Einzelheiten erfuhr man allerdings erst viel später. Ich war im Advent 2000 in Straßburg und habe mir das daher gemerkt. Viele andere Anschläge wurden ebenfalls vereitelt, und die Öffentlichkeit hat sie längst vergessen. Bei einigen waren offenbar terroristische Anfänger am Werk – wie etwa der verhinderte Unterhosenbomber im Flieger nach Detroit. Insofern endete das Jahrzehnt, wie es begonnen hatte. Das waren also die Nullerjahre.

Andererseits: Nicht alles, was schiefgehen konnte, ging auch wirklich schief. Und ich bin der festen Überzeugung, dass al-Quaidas Fixierung auf Flugzeuge ein günstiger Umstand ist. Die vielen Vorschriften und Kontrollen sind eben nicht nur eine Schikane für Flugreisende, sondern machen auch die Bastelanleitungen für Bomben verdammt kompliziert. Dann geht so ein Attentat schnell in die Hose. In jedem Fall.

Oder wie es Jon Stewart in seiner „Daily Show“ vom 4. Januar formulierte: „Selbst wenn die Bombe funktioniert, wird es 72 sehr enttäuschte Jungfrauen geben.“

Friday, January 1, 2010

Farewell to 2009

„I personally think Obama has been doing a good job, all things considered. The economy is still depressing, but that’s an improvement over mind-bendingly terrifying. The rest of the world likes us better, and whenever the president goes overseas he seems to be able to nudge the other countries toward a little progress on some issue on which they had been hopelessly stuck.

And health care reform. Extremely big deal. Really could pass. Eventually.

No matter how difficult the issue, Obama has been sensible, deliberative. Just look at Dick Cheney swooping around like a dementor from Harry Potter, and you have to appreciate how much things have improved.

But Lord, is it good to bid farewell to 2009.

And imagine how Obama must feel. Every problem is a long, grueling slog. Even in the last minutes of the year, he was stuck trying to get out of the hole that Homeland Security Secretary Janet Napolitano had dug when she used the fatal phrase ,the system worked‘ after the failed plane bombing in Detroit.“

Kolumnistin GAIL COLLINS am 30. Dezember in der Online-Ausgabe der „New York Times“.