"Dear World:
The United States of America, your quality supplier of ideals of liberty and democracy, would like to apologize for its 2001-2008 service outage.
The technical fault that led to this eight-year service interruption has been located. Replacement components were ordered Tuesday, November 4th, 2008, and have begun arriving. Early test of the new equipment indicate that it is functioning correctly and we expect it to be fully operational by mid-January. [New service acceptance testing will complete shortly at 1651 Pennsylvania Ave NW, in Washington DC with no critical problems currently outstanding. New service launch is set for Jan 20, 11:30am EST.]
We apologize for any inconvenience caused by the outage and we look forward to resuming full service and hopefully even improving it in years to come.
Thank you for your patience and understanding,
The USA"
MASSEN-E-MAIL, Verfasser unbekannt, die man aus unterschiedlichen Gründen lustig (oder befremdlich) finden kann.
Monday, January 19, 2009
Thursday, January 15, 2009
EV lebt!
Die Frage „Who Killed the Electric Car?” des gleichnamigen Dokumentarfilms aus dem Jahr 2006 fand nie eine zufriedenstellende Antwort: Die unheilige Allianz zwischen der Ölindustrie und den Autokonzernen – wie der Film suggeriert – war sicher einer der Hauptgründe; mangelndes Verbraucherinteresse, wie GM behauptete, mag aber auch eine Rolle gespielt haben. Für EV-1 war die Zeit einfach noch nicht reif. Aber es war schon seltsam, dass eine Firma aus Profitstreben ihr eigenes Produkt kannibalisiert – jedenfalls wurde das in der Öffentlichkeit so wahrgenommen. Und GM-Vize Bob Lutz erhielt E-Mails mit dem frommen Wunsch, er möge in der Hölle schmoren.
Vielleicht gab ihm das tatsächlich zu denken, denn was Elektroautos angeht, hat sich Lutz vom Saulus zum Paulus gewandelt. Wenn er vor zwei Jahren nicht den Volt als Plug-in-Hybrid auf den
Weg gebracht hätte, würde heute die Autoshow in Detroit anders aussehen. Was den Volt von EV-1 unterscheidet? Erstens ist der Volt nicht niedlich – kein Hello-Kitty-Wägelchen, sondern ein Auto mit aggressivem Design. Alles andere hat in Amerika keine Chance; vor 100 Jahren konnte sich das Electric Car schon einmal nicht durchsetzen, weil es als Damenauto wahrgenommen wurde. Den Volt soll es auch nur mit elektrischem Antrieb geben, nicht als Variante zu einer herkömmlichen Benzinkutsche – der Hersteller muss ohne Wenn und Aber selbst von der neuen Technik überzeugt sein. Das hat Toyota beim Hybridfahrzeug Prius schon richtig gemacht.
Der Volt soll Ende 2010 beim Autohändler stehen – und plötzlich gibt auch die Konkurrenz Gas: Chrysler hat am Sonntag gleich fünf Elektrokonzepte vorgestellt, von denen mindestens ein Fahrzeug ebenfalls bis Ende nächsten Jahres auf den Markt kommen sollen. Ford will mit dem Zulieferer Magna ein Elektroauto bauen. Und dann gibt es noch die Start-ups Tesla und Fisker, die überhaupt nichts anderes im Sinn haben, als Stromer zu produzieren, und zwar in Form ausgewachsener Sportwagen. Nichts für Sissies. Der Blue Zero von Daimler, im Design der neuen B-Klasse, ist ebenfalls alles andere als schnuckelig. Diese Nische besetzt schon der Elektro-Smart.
Die NAIAS 2009 macht jedenfalls klar: Elektroautos sind längst kein PR-Gag mehr. In der Extended-Range-Version mit einem kleinen Benzinmotor als Stromerzeuger sind sie ein idealer Übergang zu alternativen Antriebsformen, denn damit braucht man auch die Tankstellen noch. Jedenfalls vorläufig.
Chris Paine, der Regisseur von „Who Killed the Electric Car?” plant übrigens eine Fortsetzung. Der Titel: „Who Saved the Electric Car?” Bob Lutz soll auch darin vorkommen.
Mehr zum Thema auf suite101: NAIAS 2009: Automesse in Detroit
Vielleicht gab ihm das tatsächlich zu denken, denn was Elektroautos angeht, hat sich Lutz vom Saulus zum Paulus gewandelt. Wenn er vor zwei Jahren nicht den Volt als Plug-in-Hybrid auf den
Weg gebracht hätte, würde heute die Autoshow in Detroit anders aussehen. Was den Volt von EV-1 unterscheidet? Erstens ist der Volt nicht niedlich – kein Hello-Kitty-Wägelchen, sondern ein Auto mit aggressivem Design. Alles andere hat in Amerika keine Chance; vor 100 Jahren konnte sich das Electric Car schon einmal nicht durchsetzen, weil es als Damenauto wahrgenommen wurde. Den Volt soll es auch nur mit elektrischem Antrieb geben, nicht als Variante zu einer herkömmlichen Benzinkutsche – der Hersteller muss ohne Wenn und Aber selbst von der neuen Technik überzeugt sein. Das hat Toyota beim Hybridfahrzeug Prius schon richtig gemacht.Der Volt soll Ende 2010 beim Autohändler stehen – und plötzlich gibt auch die Konkurrenz Gas: Chrysler hat am Sonntag gleich fünf Elektrokonzepte vorgestellt, von denen mindestens ein Fahrzeug ebenfalls bis Ende nächsten Jahres auf den Markt kommen sollen. Ford will mit dem Zulieferer Magna ein Elektroauto bauen. Und dann gibt es noch die Start-ups Tesla und Fisker, die überhaupt nichts anderes im Sinn haben, als Stromer zu produzieren, und zwar in Form ausgewachsener Sportwagen. Nichts für Sissies. Der Blue Zero von Daimler, im Design der neuen B-Klasse, ist ebenfalls alles andere als schnuckelig. Diese Nische besetzt schon der Elektro-Smart.
Die NAIAS 2009 macht jedenfalls klar: Elektroautos sind längst kein PR-Gag mehr. In der Extended-Range-Version mit einem kleinen Benzinmotor als Stromerzeuger sind sie ein idealer Übergang zu alternativen Antriebsformen, denn damit braucht man auch die Tankstellen noch. Jedenfalls vorläufig.
Chris Paine, der Regisseur von „Who Killed the Electric Car?” plant übrigens eine Fortsetzung. Der Titel: „Who Saved the Electric Car?” Bob Lutz soll auch darin vorkommen.
Mehr zum Thema auf suite101: NAIAS 2009: Automesse in Detroit
Monday, January 12, 2009
Detroit Auto Show 2009: EcoXperience
Erst musste ich einen Wisch mit allerhand Kleingedrucktem unterschreiben, danach in ein Röhrchen blasen, und schließlich bekam ich einen Bändel ums Handgelenk. Das alles berechtigte mich dazu, in einen Ford Escape zu steigen und ein paar Runden auf einer Teststrecke zu drehen. Ich dachte, ich bin im Wald: Nadelbäume und (der Jahreszeit entsprechend kahle) Birken säumten die Strecke, darunter standen blühende Alpenveilchen und Forsythiensträucher. Und das alles im Untergeschoss von Cobo Hall – es war das reinste Autopia. Weil heuer so viele Aussteller (darunter etwa Nissan und Ferrari) weggeblieben waren, mussten die NAIAS-Veranstalter sich etwas Neues einfallen lassen, und ich muss schon sagen, das ist ihnen ziemlich gut gelungen. Der Wasserfall von der Decke war allerdings ein unbeabsichtigter Showeffekt. Da war wohl einfach eine Leitung geplatzt.
EcoXperience nennt sich der Versuch, die Automesse einmal im wörtlichen Sinne ergrünen zu lassen – der Tannenduft war so stark, dass es sogar oben in der Ausstellung gelegentlich nach Fichtennadelschaumbad roch. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass der harzige Duft rund um die Teststrecke deswegen so stark ins Gewicht fällt, weil es der einzige sinnliche Eindruck ist: Elektroautos und Hybridfahrzeuge machen keinen Lärm, und riechen kann man sie sowieso nicht.
Ich muss sagen, der Escape war – soweit sich das von einer Testfahrt im Schneckentempo sagen lässt – ein angenehmes Fahrerlebnis. Ein Auto, das im Elektromodus praktisch geräuschlos fährt, ist allerdings Geschmackssache. Aber wahrscheinlich sollte man sich schleunigst dran gewöhnen, denn wie die NAIAS 2009 zeigt, ist die Elektrifizierung des Autos nicht mehr aufzuhalten. Was das für die Sicherheit der Fußgänger bedeutet, wird sich zeigen.
EcoXperience nennt sich der Versuch, die Automesse einmal im wörtlichen Sinne ergrünen zu lassen – der Tannenduft war so stark, dass es sogar oben in der Ausstellung gelegentlich nach Fichtennadelschaumbad roch. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass der harzige Duft rund um die Teststrecke deswegen so stark ins Gewicht fällt, weil es der einzige sinnliche Eindruck ist: Elektroautos und Hybridfahrzeuge machen keinen Lärm, und riechen kann man sie sowieso nicht.
Ich muss sagen, der Escape war – soweit sich das von einer Testfahrt im Schneckentempo sagen lässt – ein angenehmes Fahrerlebnis. Ein Auto, das im Elektromodus praktisch geräuschlos fährt, ist allerdings Geschmackssache. Aber wahrscheinlich sollte man sich schleunigst dran gewöhnen, denn wie die NAIAS 2009 zeigt, ist die Elektrifizierung des Autos nicht mehr aufzuhalten. Was das für die Sicherheit der Fußgänger bedeutet, wird sich zeigen.
Thursday, December 25, 2008
Palmen, Goldsterne und Kokosnüsse
Zugegeben, die Weihnachtsdekoration wirkte etwas fehl am Platz. Goldsterne unter Palmen! Aber die Temperaturen in Miami kurz vor dem Fest waren genau richtig, um dem Winter in Michigan kurzzeitig zu entfliehen – meistens über zwanzig Grad Celsius.
In den Palmen selbst hingen allerdings keine Christbaumkugeln, sondern Kokosnüsse. Manche lagen auch auf den Boden – wer im Palmenwäldchen am South Beach wandelt, lebt gefährlich.
Mein Mann hob eine Nuss auf und wanderte eine Weile mit ihr herum wie das Hörnchen in „Ice Age“. Später warf er sie weg, bereute es dann aber. „Ich wäre gerne einmal mit einer Kokosnuss gereist“, sagte er.
Das Schöne an Kokosnüssen ist, dass sie kostenlos als Snack zur Verfügung stehen. Falls man weiß, wie man sie öffnet. Als wir vom MacArthur Causeway, der Miami Beach und Miami verbindet, in den Watson Park abbogen, war ein Mann am Straßenrand gerade bei der Ernte. Er lebte offenbar unter der Brücke; wir sahen dort seinen Einkaufswagen mit den wenigen Habseligkeiten geparkt. Wir stellten dann das Auto ab und schauten hinüber zum Port of Miami, wo die Kreuzfahrtschiffe der Carnival-Linie vor Anker liegen. Fünf Schiffe waren gerade da, jedes so groß wie ein Hochhaus. Dann fuhren wir zurück auf den Causeway in Richtung Miami.
Der Mann mit der Kokosnuss saß am Straßenrand. Er hatte die Nuss inzwischen geöffnet. Frühstück!
Als wir wieder in Detroit waren, lagen zwanzig Zentimeter Schnee. Das Auto mussten wir allerdings nicht auf dem Parkplatz ausgraben. Das hatte der eisige Wind schon erledigt.
Vielleicht hätten wir die Kokosnuss doch mitnehmen sollen.
In den Palmen selbst hingen allerdings keine Christbaumkugeln, sondern Kokosnüsse. Manche lagen auch auf den Boden – wer im Palmenwäldchen am South Beach wandelt, lebt gefährlich.
Mein Mann hob eine Nuss auf und wanderte eine Weile mit ihr herum wie das Hörnchen in „Ice Age“. Später warf er sie weg, bereute es dann aber. „Ich wäre gerne einmal mit einer Kokosnuss gereist“, sagte er.Das Schöne an Kokosnüssen ist, dass sie kostenlos als Snack zur Verfügung stehen. Falls man weiß, wie man sie öffnet. Als wir vom MacArthur Causeway, der Miami Beach und Miami verbindet, in den Watson Park abbogen, war ein Mann am Straßenrand gerade bei der Ernte. Er lebte offenbar unter der Brücke; wir sahen dort seinen Einkaufswagen mit den wenigen Habseligkeiten geparkt. Wir stellten dann das Auto ab und schauten hinüber zum Port of Miami, wo die Kreuzfahrtschiffe der Carnival-Linie vor Anker liegen. Fünf Schiffe waren gerade da, jedes so groß wie ein Hochhaus. Dann fuhren wir zurück auf den Causeway in Richtung Miami.
Der Mann mit der Kokosnuss saß am Straßenrand. Er hatte die Nuss inzwischen geöffnet. Frühstück!
Als wir wieder in Detroit waren, lagen zwanzig Zentimeter Schnee. Das Auto mussten wir allerdings nicht auf dem Parkplatz ausgraben. Das hatte der eisige Wind schon erledigt.
Vielleicht hätten wir die Kokosnuss doch mitnehmen sollen.
Tuesday, December 23, 2008
The President-Elect's Beachwear
"Speedos? Only Olympic athletes are allowed to wear speedos. That's it. There are no exceptions. (I'm looking at you, overweight German tourists.)
The President-elect's beachwear is perfectly acceptable."
"Thank goodness for Obama on many levels. I'm so sick of wrinkled old white men."
LESERKOMMENTARE von "lizziekw" und "sfn8iv" auf der "Huffington Post" zu einem Artikel über Paparazzi-Aufnahmen, die den künftigen Präsidenten in Badeshorts beim Hawaii-Urlaub zeigen. Der Artikel endet mit der Bemerkung, wenigstens habe Barack Obama keine Speedos getragen.
The President-elect's beachwear is perfectly acceptable."
"Thank goodness for Obama on many levels. I'm so sick of wrinkled old white men."
LESERKOMMENTARE von "lizziekw" und "sfn8iv" auf der "Huffington Post" zu einem Artikel über Paparazzi-Aufnahmen, die den künftigen Präsidenten in Badeshorts beim Hawaii-Urlaub zeigen. Der Artikel endet mit der Bemerkung, wenigstens habe Barack Obama keine Speedos getragen.
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